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Hydraulik-Steuerblöcke sind das zentrale Schaltelement hydraulischer Systeme: In einem kompakten Block aus Aluminium, Stahl oder Guss werden die für eine Anwendung benötigten Ventile, Sensoren und Kanäle zu einer geschlossenen Baugruppe integriert. Das spart gegenüber verrohrten Einzelventilen Bauraum, reduziert die Zahl der Leckagestellen und vereinfacht Montage und Wartung. Die Motrac Hydraulik GmbH entwickelt und fertigt seit 1979 am Standort Willich kundenspezifische und kundengeschützte Steuerblöcke für OEM-Kunden und Systemintegratoren – von der Konstruktion über die CNC-Bearbeitung bis zur Endmontage und Funktionsprüfung. Die Steuerblock- und Gehäusefertigung besteht seit 1979. Jährlich verlassen bis zu 100.000 Blöcke unsere Fertigung; verarbeitet werden dabei über 6800 Tonnen Material.
Ein Steuerblock übernimmt drei zentrale Aufgaben im Hydrauliksystem:
In den Block gefräste Kanäle verbinden die einzelnen Ventilaufnahmen, ersetzen dadurch externe Verrohrungen und reduzieren Druckverluste. Je nach Auslegung werden die Ventile entweder direkt eingeschraubt (Cartridge-/Einschraubventile) oder als Aufbauventile auf genormte Anschlussbilder (CETOP/ISO 4401, Nenngrößen NG06 bis NG25) montiert.
Hydraulik-Steuerblöcke werden in drei grundsätzlichen Bauweisen realisiert:
Die Monoblockbauweise kombiniert alle Funktionen in einem einzigen, aus dem Vollen gefrästen oder gegossenen Körper – ideal für Serienanwendungen mit klar definierter Funktion und für hohe Betriebsdrücke.
Die Sandwich- oder Zwischenplattenbauweise verkettet standardisierte Eingangs-, Zwischen- und Endplatten – oder auch eine Kombination von oder mit individuellen Steuerblöcken – zu einem modularen Block. Sie ist flexibel erweiterbar und ermöglicht spätere Funktionsergänzungen ohne Neukonstruktion.
Das Reihenplatten-Verkettungssystem kombiniert mehrere parallele Steuerkreise in einer Baugruppe und kommt vor allem dort zum Einsatz, wo mehrere Aktuatoren unabhängig voneinander angesteuert werden müssen – etwa in komplexen Baumaschinen oder stationären Produktionsanlagen.
IMAV Hydraulics liefert aus eigener Fertigung Anschlussplatten, Sonder- und Standard-Zwischenplatten, Adapter- und Reihenplatten in allen gängigen Nenngrößen.
Kundenspezifische Hydraulik-Steuerblöcke von Motrac kommen branchenübergreifend zum Einsatz:
Diese Branchenbreite ist möglich, weil Motrac nicht auf ein festes Produktprogramm festgelegt ist, sondern jeden Block individuell zur Anwendung auslegt.
Die Materialwahl richtet sich primär nach dem Betriebsdruck und der geforderten Gewichtsklasse. Aluminium-Steuerblöcke sind für Drücke bis ca. 250 bar ausgelegt und bieten ein deutlich geringeres Gewicht – die erste Wahl in der Mobilhydraulik. Stahl-Steuerblöcke erlauben Drücke bis 420 bar und darüber und werden eingesetzt, wo hohe Lastzyklen, Schlagbelastungen oder stationäre Industrieanwendungen dies erfordern. Gusssteuerblöcke sind für Serienfertigung ab höheren Stückzahlen wirtschaftlich und kommen vor allem bei komplex geformten Funktionsblöcken in Erstausrüstung zum Einsatz.
Einschraubventile (Cartridge-Ventile) werden direkt in den Block integriert und bieten bei gegebenem Bauraum die höchste Funktionsdichte. Aufbauventile nach CETOP/ISO-Norm sind herstellerunabhängig austauschbar und erleichtern spätere Service- und Ersatzteilversorgung. In vielen Projekten kombinieren wir beide Bauarten auf einem Block. Typisch sind Einschraub-Druckbegrenzungs- und Rückschlagventile auf dem Grundkörper, kombiniert mit CETOP-Wegeventilen auf den Aufbauflächen.
Die Nenngröße eines Steuerblocks orientiert sich an den verbauten Wegeventilen. Für typische Anwendungen deckt die Bandbreite von NG06 (bis ca. 60 l/min) über NG10 (bis ca. 150 l/min) und NG16 (bis ca. 300 l/min) bis NG25 und NG32 (bis 500 l/min und mehr) den größten Teil des mobilen und stationären Anwendungsbereichs ab. IMAV-Adapterplatten ermöglichen die Kombination unterschiedlicher Nenngrößen in einem Block.
Je nach Einsatzumgebung empfehlen sich unterschiedliche Oberflächenbehandlungen: Eloxieren oder Pulverbeschichten bei Aluminium, Brünieren oder Zinkphosphatieren bei Stahl, für korrosionskritische Umgebungen auch Verzinkung mit Passivierung. Die Wahl des Dichtstoffs (NBR, FKM, EPDM) richtet sich nach Betriebstemperatur und Hydraulikflüssigkeit – Standard-Mineralöl, HFC-Brandschutzflüssigkeit, Wasser-Glykol oder bio-abbaubare Öle.
Jedes Projekt beginnt mit einer gemeinsamen Anforderungsanalyse: hydraulischer Schaltplan, verfügbarer Bauraum, Anschlussbilder, Stückzahlen und Dokumentationsanforderungen. Auf dieser Basis entwirft unser Konstruktionsteam den Block in modernster 3D-CAD-Technik, inklusive Kanalsimulation zur Vermeidung strömungstechnischer Engstellen. Die Fertigung erfolgt auf 5-Achs-CNC-Bearbeitungszentren (u.a. DMG Mori) aus hochwertigen Aluminium- und Stahlwerkstoffen. Nach spanender Bearbeitung werden die Blöcke entgratet, hochdruckgereinigt und – wo erforderlich – oberflächenbehandelt. Die anschließende Montage der Ventile nach Kundenspezifikation und eine Endprüfung auf unserem Prüfstand (Dichtheit, Funktion, Druckprüfung) stellen sicher, dass jeder Block einbaufertig und dokumentiert das Werk verlässt. Dieser lückenlose Prozess von der Entwicklung bis zur Endprüfung in einem Haus ist einer der zentralen Unterschiede zu reinen Distributoren oder Lohnfertigern.
Eine Anschlussplatte nimmt in der Regel ein einzelnes Aufbauventil auf und verbindet dessen Anschlüsse mit externen Leitungen. Ein Steuerblock kombiniert mehrere Ventile, Kanäle und Funktionen in einer einzigen Baugruppe und ersetzt damit einen Großteil der externen Verrohrung. Die Übergänge sind fließend – ein Mehrstationen-Anschlussblock ist faktisch bereits ein einfacher Steuerblock.
Technisch ist die Fertigung ab Stückzahl 1 möglich. Wirtschaftlich rechnet sich ein kundenspezifischer Block meist dann, wenn die Alternative aus mindestens 5 bis 8 verrohrten Einzelkomponenten bestünde, oder wenn Bauraum, Gewicht oder Dichtheit kritische Anforderungen sind. Wir fertigen vom Prototyp bis zu mehreren tausend Stück pro Jahr.
Ja. Wir fertigen auch nach Kundenzeichnung (Reverse Engineering bei vorhandenem Muster möglich) und optimieren bei Bedarf hinsichtlich Bauraum, Gewicht, Materialkosten oder Energieeffizienz. Für Altbestände liefern wir auch Ersatz-Steuerblöcke zu existierenden Maschinen.
Standardmäßig erhalten Sie einen hydraulischen Schaltplan, die Fertigungszeichnung, die Stückliste der verbauten Ventile sowie ein Prüfprotokoll der Endprüfung. Auf Anfrage stellen wir auch Werkstoffzeugnisse, Konformitätserklärungen oder projektspezifische Dokumentationen nach Kundenvorgabe bereit.
Sie benötigen einen kundenspezifischen Hydraulik-Steuerblock, einen Ersatz zu einem vorhandenen Block oder möchten ein bestehendes Hydrauliksystem hinsichtlich Bauraum oder Kosten optimieren? Unser Team aus Hydraulik-Ingenieuren am Standort Willich berät Sie von der ersten Schaltplanbesprechung über Konstruktion und Fertigung bis zur Endabnahme.
Jetzt Kontakt aufnehmen oder unseren Download-Bereich für Datenblätter und Produktübersichten besuchen.
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